Es war mein Wecker, der mich um 7:45 Uhr aufgeweckt hat, doch es hätten auch die großen, kräftigen und lauten Tropfen, die ans Fenster klatschten, sein können. Diese Aussichten haben mich nicht gerade entzückt. Nach einem raschen Blick auf die Wettervorhersage für den Tag, haben sich all meine größten Befürchtungen für diesen Tag bestätigt – es wurde für den Großteil des Tages Regen vorhergesagt.
Es regnete also an jenem Morgen, an dem ich mir vorgenommen hatte laufen zu gehen. Glücklicherweise trat eine kleine Regenpause ein, sodass ich doch noch mit meiner Oma laufen gehen konnte. Wir liefen von unserem Hotel in der Herengracht zum Vondelpark, drehten dort eine Runde und liefen im strömenden Regen wieder zurück. Nach diesem Naturbad hüpfte ich in die Dusche, um mich aufzuwärmen und verkroch mich noch einmal kurz zurück ins Bett. Lange konnte ich dort allerdings nicht bleiben, denn der Hunger meldete sich, sodass wir in ein kleines Café in der Nähe des Bahnhofs Croissants, Pains au Chocolat, Tee und Kaffee zu uns nahmen.
Der restliche Vormittag und große Teile des Nachmittags verbrachten wir im Hotel. Doch zum Ende des Tages, als sich der Regen etwas gelegt hatte, wagten wir uns noch einmal heraus. Von einem Caféhaus zum nächsten wanderten wir durch die umliegende Umgebung. Schmerzende Füße, frierende Kälte und andauernde Winde quälten uns.
Nach einem wunderbaren Abendessen in einem Restaurant in der Nachbarschaft kehrten wir wieder zum Hotel zurück. Doch vom Tatendrang, Langeweile und einer mysteriösen Frische, die ich verspürte, verließ ich mit meiner Kamera bewaffnet noch einmal das komfortable Hotelzimmer. 1 ½ Stunden lang versuchte ich die wunderschöne Stadt von Amsterdam bei Nacht einzufangen. Als ich um kurz nach Mitternacht zurück kam, fiel mir das Einschlafen nicht besonders schwer.
Fortsetzung folgt
